Unsere Bitte an die Besucher

Neben dem Richten ist für uns ein freundliches, interessiertes Publikum das A und O einer Ausstellung. Trotzdem sind wir manchmal durch die Besucher ganz schön gefrustet - allerdings sind wir auch der Meinung, dass dieser Frust durch Aufklärung des Publikums sehr stark verringert werden kann. Deshalb hier unsere Bitten:

Bitte fassen Sie nicht in die Käfige

All die schönen Katzen zu streicheln ist sehr verführerisch, vor allem wenn Babies dabei sind. Sehr schnell werden hierbei Krankheiten wie Katzenschnupfen, Milben, Hautpilz und anderes, von einer Katze zur anderen getragen. Auch die Einlasskontrolle durch die Tierärzte kann leider nicht verhindern, dass nicht doch einmal ein krankes Tier ausgestellt wird.

Aus Angst um ihre Lieblinge verkleiden viele Aussteller deshalb die Vorderseite der Käfige mit Folie. Leider hat diese zwei unangenehme Effekte: Zum einen wird es im Käfig sehr warm und zum anderen sehen Sie als Besucher die Katzen nur noch verschwommen. Aus Respekt vor den (zahlenden) Besuchern hängen wir möglichst keine Folie auf, oder versuchen zumindest auf andere Materialien zurückzugreifen. Wenn Sie unsere Katzen ungehindert fotografieren wollen, bitte fragen Sie uns, vielleicht haben wir einen günstigen Standort und können Sie hinter die Käfige bitten.

Gelegentlich erlauben wir auch, dass Besucher unsere Katzen anfassen dürfen. Allerdings nur, wenn die Hände vorher desinfiziert wurden. Fassen Sie dies bitte nicht als Misstrauen auf, es ist lediglich eine Gesundheitsvorsorge für unsere Katzen.

Richter und Stewards wenden übrigens die gleiche Vorsorge an: Auch sie desinfizieren ihre Hände, die Richtertische und –käfige nach jeder Katze.

 

Bitte achten Sie auf Ihre Kinder

So ein Ausstellungstag ist für alle Beteiligten sehr lang und wenn Kinder (egal ob beaufsichtig oder nicht) gegen die Käfige schlagen oder den Katzen an den Haaren, Pfoten oder Schwänzen ziehen, ist das weder für die Katzen noch für uns Aussteller lustig. Und ich habe schon manch böses Wort deshalb gehört. Bitte, Sie gehen doch aus Interesse auf eine Ausstellung, haben Sie deshalb auch Respekt vor den Tieren und erklären Sie dies auch Ihren Kinder.

 

Bitte haben Sie etwas Erbarmen mit den Ausstellern

Wir sitzen (abgesehen von kleinen Pausen) etwa neun bis zehn Stunden hinter den Käfigen und beantworten gern all Ihre Fragen. Wenn wir allerdings, vielleicht etwas hektisch, unsere Katzen noch einmal gründlich bürsten, mit unseren Katzen auf dem Arm durch die Halle eilen, sind wir meist etwas kurz angebunden. Das liegt daran, dass eine unserer Katzen zum Richter muss. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir zu diesem Zeitpunkt keine langen Erklärungen abgeben möchten. Wenn Sie speziell an uns Fragen haben, fragen Sie uns doch schnell nach unserer Käfignummer und kommen uns etwas später besuchen. Wir werden uns dann sicher ausführlich und in aller Ruhe mit Ihnen unterhalten können.

Vor den Richtertischen ist das Platzangebot meist sehr knapp bemessen. Dort ist es wegen der vielen Leute meist etwas stressig, vor allem für die Katzen. Lassen Sie den Ausstellern mit Katze auf dem Arm etwas Platz, sie werden es Ihnen danken. Und vielleicht findet auch der ein oder andere dann auch ein erklärendes Wort für Sie, falls Sie sich für das Richten interessieren.

 

Wenn also Aussteller und Besucher ein bisschen Rücksicht aufeinander nehmen, ist eine Katzenausstellung eine schöne Sache für alle Beteiligten. Sowohl Aussteller wie Besucher bezahlten Eintritt und sind aufeinander angewiesen. Ohne Zuschauer sind Katzenausstellungen kaum zu finanzieren, und sie wären, zumindest für uns, eher langweilig. Und ohne uns Aussteller könnten Sie nirgends eine solche Vielfalt von Katzenrassen sehen.

 

In diesem Sinn – auf ein freundliches Miteinander bei der nächsten Ausstellung!